Leitungsrunde und Gruppenstunde in Zeiten von Corona – digitale Konferenzsysteme im Vergleich

Die aktuelle Zeit des Social Distancing stellt auch uns als Jugendverbände vor besondere Herausforderungen. Wir möchten uns austauschen und vielleicht auch das ein oder andere Angebot in digitaler Form anbieten können. Hierfür gibt es eine Vielzahl von Videokonferenzsystemen, von denen wir euch ein paar vorstellen möchten.

Skype – der Klassiker

Skype ist ein Programm für Videotelefonie und wird von Microsoft entwickelt und vertrieben. Lange bevor es eine große Nachfrage nach digitaler Videotelefonie gab, hat sich skypen bereits als geflügeltes Verb dafür etabliert. Mittlerweile können über Skype nicht nur zwei Personen miteinander reden, sondern es sind Konferenzen bis 50 Personen möglich. Außerdem ist es möglich, einen Bildschirm mit anderen Menschen zu teilen oder Dateien direkt auszutauschen. Für die Nutzung von Skype muss nicht zwingend ein Konto erstellt werden. Verwenden lässt sich Skype direkt im Browser oder auch über die Programme beziehungsweise Apps auf allen gängigen Betriebssystemen.

Teams – die allumfassende Businesslösung

Microsoft Teams ist eine Kommunikationslösung aus dem Office 365-Paket und viel mehr als ein Videokonferenzsystem. Neben Chatgruppen und Terminorganisation bietet Teams auch eine gemeinsame Dateiablage. In Teams lässt sich bei Videokonferenzen nicht nur der Bildschirm teilen, sondern auch direkt die ganze Steuerung für einen Computer. Dieses Feature hilft besonders bei der Problemlösung aus der Ferne.
Für eine Videokonferenz ist es ausreichend, wenn eine Person über Office 365 verfügt. Weitere Teilnehmer*innen lassen sich per Link einladen und können über den Browser dann an der Sitzung teilnehmen.

Zoom – der trendige Neuling

Dieses Produkt aus den USA hat sich in Zeiten von Corona schnell einen Namen gemacht. Einfach zu nutzen, Apps für jede Plattform und dazu kostenfrei (zumindest in der Basisversion). Zoom ist speziell für Videokonferenzen entwickelt und bietet neben der Möglichkeit, die Steuerung von Maus und Tastatur an andere Teilnehmende zu übertragen auch ein digitales Whiteboard. In der kostenlosen Version sind maximal 100 Personen und 40 Minuten Konferenzdauer möglich.

Der BDKJ Duisburg verfügt über einen eigenen Zoom-Meetingraum für noch mehr Personen und vor allem eine längere Sitzungsdauer. Bei Bedarf meldet euch einfach bei uns.

WhatsApp – für den schnellen Einstieg

Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr eh schon eine WhatsApp-Gruppe für eure Arbeit nutzt, ist sehr hoch. Nach einem kürzlich erschienenen Update lassen sich jetzt über WhatsApp auch Videotelefonate mit bis zu 8 Personen führen. Für die meisten Teams sollte das völlig ausreichen.
Leider wird die Qualität mit jeder hinzukommenden Person immer schlechter, weshalb diese Lösung für längere Sitzungen nicht optimal ist. Der große Vorteil ist aber, dass fast jeder diesen Messenger bereits auf dem Smartphone installiert hat. Schließlich gibt es allein in Deutschland 58 Millionen aktive Nutzer*innen!

Facebook – auch hier ist einiges möglich

Schon seit vielen Jahren ist Facebook mehr als eine Social-Media-Plattform. Durch den Messenger wurde daraus ein Chatprogramm, welches auch Videokonferenzen ermöglicht. Um daran teilnehmen zu können, ist jedoch ein Facebook-Account Pflicht. Dafür entstehen keinerlei Kosten und es lassen sich Konferenzen mit bis zu 50 Personen durchführen. Auf Funktionen, die das gemeinsame Arbeiten unterstützen, kann man aber aktuell nicht hoffen. Teilnehmen kann man über jeden Browser oder die Apps für Android und iOS.

 

Natürlich gibt es zahlreiche weitere kostenlose und kostenpflichtige Anbieter, die alle ihre Stärken und Schwächen haben. Apps wie FaceTime oder Google Duo, die nur einer eingeschränkten Nutzergruppe zugängig sind, wurden hier bewusst außen vor gelassen.

Probiert einfach aus, was für eure Bedürfnisse die geeignetste Plattform darstellt. Am wichtigsten ist aber, sich überhaupt auszutauschen und in Verbindung zu bleiben. Dann können wir und ihr nach Corona wieder voll durchstarten!

Und wenn ihr in der Videokonferenz seid und die Kamera an ist, denkt immer an Jennifer. 😉