Programmtipps für die Werbegestaltung

Im letzten Blockbeitrag habe ich euch erklärt, wie ihr an gute Bilder und Grafiken für eure Plakate, Flyer oder auch die Internetseite kommen könnt. Doch auch wenn Bilder mehr sagen als tausend Worte, so gehört zu einer gelungenen Werbung doch ein bisschen mehr.

Profis setzen hierfür gern auf die Programme von Adobe wie etwa Photoshop oder InDesign. Diese sind allerdings nicht nur teuer, sondern auch schwer zu erlernen. Wer nur gelegentlich etwas entwerfen möchte, wird hier mit Features und Optionen überschüttet und benötigt sehr lange, um Ergebnisse zu erzielen.
GIMP als Alternative ist zwar kostenfrei, Aufbau und Funktionen sind jedoch stark an Photoshop angelehnt und erfordern ebenfalls viel Zeit und Nerven. Für Anwendungsfälle, wie sie im Alltag von Jugendgruppen vorkommen, sind diese Programme wie der berühmte Kanonenschuss auf Spatzen.

In Office-Paketen (natürlich gibt es neben Microsoft Office auch noch Alternativen) versteckt sich ein Programm, welches sich für die Gestaltung von Plakaten und Flyern bestens eignet. Und nein, es ist nicht Word, welches man früher gerne für zum Beispiel Einladungen benutzt hat. Gemeint ist das Präsentationsprogramm. Im Falle von Microsoft Office also PowerPoint.
Viele von euch dürften schon einmal Präsentationen mit PowerPoint gemacht haben und verfügen über grundlegende Kenntnisse der Bedienoberfläche. Doch was macht ausgerechnet PowerPoint und die anderen Präsentationsprogramme zu guten Alternativen? Zum einen lassen sich Foliengröße und Hintergrund ganz frei anpassen. Anders als in Textprogrammen hat man auch keine nervigen Seitenränder, da Präsentationen in der Regel nicht für den Druck gedacht sind. Zudem lassen sich Objekte vollkommen frei platzieren und man kann sogar, wie bei Grafikprogrammen, in mehreren Ebenen arbeiten. Auch das Positionieren und Ausrichten ist in neueren Versionen sehr einfach, da die integrierten Assistenten automatisch unterstützen.

Leider ist ein Blog nicht das passende Format für eine ausführlichere Erklärung der ganzen Funktionen. Hier heißt es also selbst aktiv werden und einfach ausprobieren. Im Netz findet man jedoch für alle Anwendungsfälle eine passende Anleitung. Ich bevorzuge dafür YouTube-Tutorials, da man bei diesen sofort sieht, was wo geklickt werden muss. So ist man in wenigen Minuten wieder ein wenig schlauer ist. Die fertig erstellten Dateien lassen sich als Vorlage verwenden und einfach anpassen. Sogar über mobile Geräte oder direkt im Browser ist das ohne weiteres möglich.

Am Ende lassen sich eure Erzeugnisse dann als Bild oder PDF speichern. Gerade die PDF bietet viele Vorteile, da die Dateien beliebig und ohne Qualitätsverlust vergrößert werden können. Außerdem ist die Veröffentlichung in sozialen Netzwerken oder auf der eigenen Internetpräsenz damit kein Problem.

Wenn wieder etwas für eure Gruppe entworfen werden muss, dann gebt diesem Tipp doch einfach eine Chance und versucht, eure Ideen mit einem Programm umzusetzen, was seine Stärken eigentlich woanders hat. Nicht immer ist der offensichtliche Weg auch der Beste!

Wofür PowerPoint und Co. noch genutzt werden können? Animationsfilme! Aber das ist ein anderen Thema. 😉